Chart
Kennzahlen
Börse:
NASDAQ
US-Kürzel:
MBLX
WKN:
A0LCVK
Aktienanzahl:
26,7Mio.
Gewinn & Verlust je Aktie
2007:
(1,27)
2008:
(1,58)
2009:
(1,62)
2010:*
(0,82)
*Schätzung
Kursziel: 14USD
Nachrichten
27.07.10 Metabolix meldet für das 2.Quartal 2010 einen Nettoverlust von 9,5Mio. USD (0,36/Aktie) und verfehlte damit die Analystenschätzungen um 3Cent/Aktie. In der neu errichteten Produktionsanlage in Clinton, ist zudem die Produktion des Bioplastiks Mirel erfolgreich angelaufen und wird im diesem Geschäftsjahr zu ersten, nennenswerten Umsätzen führen. Zudem erhielt das Unternehmen erste positive Feedbacks für sein neues Bioplastik-Produkts C4, das speziell für die Chemische Industrie entwickelt wird. Ein möglicher Marktstart könnte bereits 2011 erfolgen.

12.05.10 Metabolix hat von der US-Behörde für Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit (FDA) die Freihabe für sein Bioplastik Mirel für den Lebensmittelsektor erhalten. Damit kann Metabolix die Produktion und den Vertrieb für seine Bioplastik Lebensmittelverpackungen für den US-Markt aufnehmen.

28.04.10 Metabolix meldet für das 1.Quartal 2010 einen Nettoverlust von 9,8Mio. USD (0,37/Aktie) und verfehlt damit die Analystenschätzungen um 5Cent/Aktie. Ferner bestätige das Unternehmen, das man im April mit den ersten Auslieferungen seines Bioplastiks Mirel begonnen hat.

10.03.10 Metabolix meldet für das 4.Quartal 09 einen Nettoverlust von 9,8Mio. USD (0,39/Aktie) und schlug damit die Analystenschätzungen um 5Cent/Aktie. Für das abgelaufene GJ 2009 steht damit ein Fehlbetrag von 38Mio. USD (1,62/Aktie) in Büchern. Die finanziellen Mittel betrugen zum Ende des Geschäftsjahres noch 92Mio. USD. Ferner bestätigte das Unternehmen den Produktionsstart seines Bioplastiks Mirel, so das man bereits im April die ersten Kunden Auslieferungen erfolgen.

11.11.09 Metabolix plant eine Kapitalerhöhung von 27Mio. USD und will dafür 3Mio. Neue Aktien zu $9,00 ausgeben. Die im Public Offering angeboten Aktien stehen bis zum 16.November zum Verkauf.

29.10.09 Metabolix meldet für das 3.Quartal 09 einen Nettoverlust in Höhe von 9,4Mio. USD (0,41/Aktie) und hat damit die Analystenerwartungen um 4Cent/Aktie geschlagen. Die in Bau befindliche Produktionsanlage in Clinton soll Ende November fertig gestellt sein, so das bereits zum Ende des Jahres mit der kommerziellen Produktion des Bioplastiks Mirel begonnen werden kann.

29.07.09 Metabolix meldet für das abgelaufene 2.Quartal 09 einen Nettoverlust in Höhe von 9,7Mio. Und (0,42/Aktie). Die kommerzielle Produktion des Bioplastiks Mirel so wie geplant zum Ende des Jahres starten. Aktuell verfügt das Unternehmen noch über finanzielle Mittel in Höhe von 77,6Mio. USD.

06.05.09 Metabolix meldet für das 1.Quartal 09 einen Nettoverlust in Höhe von 9,1Mio. USD (0,40/Aktie) und konnte damit die Analystenschätzungen um 3Cent/Aktie schlagen.

12.03.09 Metabolix verbuchen im 4.Quartal 08 einen Nettoverlust von 8,9Mio. USD (0,40/Aktie) und lag damit 4Cent/Aktie unter den Analystenschätzungen. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2008 ergibt sich damit ein Nettoverlust in Höhe 36Mio. USD (1,58/Aktie). Die frei verfügbaren finanziellen Mittel lage zum Ende des Geschäftsjahres bei 91,1Mio. USD.

06.11.08 Metabolix meldet für das 3.Quartal 08 einen Nettoverlust in Höhe von 9,7Mio. USD (0,42/Aktie) und verfehlte damit die Analystenschätzungen um 2Cent/Aktie. Der Bau der neuen Mirel Produktionsanlage in Clinton / Iowa steht kurz vor dem Abschluss, so das wie geplant, die kommerzielle Produktion und Auslieferung von Bioplastik im 2.Quartal nächsten Jahres starten kann. Ferner gewann das Unternehmen mit der Ball Horticultural Company einen weiteren Kunden für sein Mirel -Granulat.

11.08.08 Metabolix meldet für das 2.Quartal 08 einen Nettoverlust in Höhe von 8,9Mio. USD (0,39/Aktie), was einer Zunahme von +15% zum Vorjahr entspricht. Ferner meldete das Unternehmen neue Fortschritte in der Bioplastik- und Ethanolherstellung aus Switchgrass.

01.07.08 Metabolix hat mit der Labcon Inc., einen weltweit führenden Hersteller für Laborversorgungsmaterialien ein Lieferabkommen für seinen Biokunststoff Mirel abgeschlossen. Labcon, haben über 800 Verbrauchsprodukte aus Kunststoff für Labor- und Forschungseinrichtungen im Programm verkaufen dabei jährlich über 1Milliarde Einheiten. Das Unternehmen will in Zukunft bei seinem neu entwickelten Pipetten Reload System „Pagoda" die dafür benötigten Auffangbehälter aus dem Biologisch abbaubaren Mirel Kunststoff herstellen. Labcon hatte bereits zuvor, Mirel ausgiebig auf seine Anwendungsmöglichkeiten getestet.

 
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2000-2010

Öl - der Schmierstoff der Weltwirtschaft wird für Verbraucher und Industrie immer mehr zum Albtraum. Kostete ein Barrel (159Liter) Erdöl vor 4Jahren noch unter 40USD, muss heute mehr als 3fache für das schwarze Gold gezahlt werden. Experten halten angesichts der weiter angespannten Lage auf dem Rohölmarkt inzwischen einen Preis jenseits der 200USD Marke innerhalb der nächsten Jahre für nicht mehr ausgeschlossen. Neben der Automobilindustrie ist diese Prognose auch für die Chemieindustrie, speziell im Bereich der Plastik- und Kunststoffherstellung ein wahres Horrorszenario. So werden für die Herstellung von 1kg Kunststoff bis zu 3Liter Erdöl als Ausgangsstoff benötigt, der angesichts der explodierenden Preise immer mehr zum größten Kostenfaktor in der Herstellung mutiert.

Dabei sind Kunststoffe aus unserer heutigen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken und die Nachfrage nach dem chemischen Alleskönner steigt kontinuierlich. Aktuellen Prognosen zu Folge, wird die weltweite Produktion von Kunststoffen bis 2010 auf über 500Millionen Tonnen pro Jahr ansteigen. Mehr als 33% aller hergestellten Kunststoffe werden im Verpackungsbereich eingesetzt und landen früher oder später im Müll. Welche Dimensionen diese Entwicklung bereits erreicht hat, wird am Beispiel von China mehr als deutlich, in dem vor kurzen ein Verbot auf kostenlose Plastiktüten in Supermärkten erlassen wurde. Nach Berechnungen der Nationalen Entwicklungskommission (NDRC) werden in China allein für Herstellung solcher Plastiktüten täglich mehr als 1300Tonnen Öl benötigt. Ein noch viel größeres Problem sind jedoch die ständig wachsenden Müllberge, die nicht zuletzt durch diese Plastikbeutel verursacht werden, die bereits über 5% des gesamten Müllaufkommens im Reich der Mitte ausmachen.

Nicht viel besser sieht die Lage in den USA aus. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten nimmt im Pro Kopf Kunststoffverbrauch die weltweit unangefochtene Spitzenposition ein. Als Resultat dieses enormen Bedarfs an Plastik, gehen über 10% des landesweiten Ölverbrauches an die einheimische Kunststoffindustrie. Diese hat erst vor kurzem mit massiven Preiserhöhungen von mehr als 20% auf den starken Preisanstieg für ihren wichtigsten Ausgangsrohstoff reagiert. Aber auch aus umweltpolitischen Gesichtspunkten, muss in den USA angesichts von über 30Millionen Tonnen Plastik- und Kunststoffmüll, von denen nicht mal 10% recycelt werden, ein Umdenken bei Industrie und Verbraucher erfolgen. Wie dramatisch die Lage inzwischen ist, zeigt sich abseits der Mülldeponien in den Binnengewässern und Weltmeeren, in dem der schwerabbaubare Plastikmüll das ökologische Gleichgewicht immer mehr zerstört. Nach Angaben der UN-Umweltorganisation UNEP treiben allein in den Weltmeeren durchschnittlich bis zu 18.000 Plastikteile auf 1Quadratkilometer Wasserfläche und verursachen in manchen Strömungsintensiven Regionen wie z.Bsp. im Nordost-Pazifik - zwischen der US-Westküste und Hawaii Kilometer lange Teppiche aus Plastik- und Kunststoffmüll. Nicht viel besser sieht es in einigen Binnengewässern, wie dem Los Angeles River aus, der nach einen Gerichtsbeschluss, von der Stadt Los Angeles für über 2Mrd. USD von seinem Plastikmüll befreit werden muss. Erste US-Bundesstaaten, wie Kalifornien haben inzwischen auf das rapid wachsende Plastikmüllproblem reagiert und ebenfalls erste Verbote für Plastikbeutel erlassen. Doch allein mit Verboten lässt sich die weltweit drohende Plastikmüllkatastrophe nicht verhindern.

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Artikel vom 29.06.08
Metabolix Inc. - Das Wunder der Natur
Die beliebte Plastik-Geschenkekarte der US-Handelkette Target ist das 1. Massenprodukt das aus dem neuen Biokunststoff Mirel hergesellt wird. Bereits mehr 50 Unternehmen sind ebenfalls an Mirel interesiert und testen den Biokunststoff für verschiedene Anwendungen.
Ein viel versprechender Ansatzpunkt zur Lösung dieses globalen Problems ist die Entwicklung von Biologisch abbaubaren Kunststoffen. Neben den großen Chemiekonzernen wie BASF, Mitsubishi Chemical, DuPont (NYSE: DD) und der Brasilianischen Braskem (NYSE: BAK) forschen zudem zahlreiche kleine Start Up´s an dem Kunststoff der Zukunft. Einer der Pioniere in diesem noch jungen Segment ist die 1992 gegründete Metabolix Inc. mit Hauptsitz in Cambridge / Massachusetts. Das Unternehmen steht mit seinem neuartigen Biokunststoff Mirel kurz vor dem großen Durchbruch und ist dabei auf dem besten Weg, einer der neuen Superstars von Morgen zu werden. Während große Chemiekonzerne bei ihren biologisch abbaubaren Kunststoffen nicht ganz auf Petrochemische Zusätze verzichten können, setzt Metabolix auf rein Biologische Stoffe. Mit Hilfe der eigens entwickelten PHA (Polyhydroxyalkanoat) Polymer-Technologie ist es dem Unternehmen gelungen mit Hilfe von Genetisch veränderten Mikroben, aus Zuckerreichen Pflanzen wie Mais, einen rein Biologischen Kunststoff herzustellen. Der auf den Namen Mirel getaufte Biokunststoff soll in Zukunft nicht nur in Verpackungen, Beschichtungen und Konsumgütern eingesetzt werden, sondern gleichzeitig einen neuen ökologischen Standard setzen.

Um dieses ehrgeizige Vorhaben erfolgreich umzusetzen, holte sich das Unternehmen vor 2Jahren mit dem weltweit größten Agrarkonzern, der Archer Daniels Midland Company (NYSE: ADM), einen starken Partner ins Boot. Mit dem gemeinsam gegründeten Joint Venture Telles, soll eine erfolgreiche Vermarktung von Mirel vorangetrieben werden. Zur Zeit laufen die Bauarbeiten für die erste kommerzielle Produktionsanlage in Clinton / Iowa auf Hochtouren, so das spätestens im 2.Quartal 09 die Produktion von jährlich 55.000 Tonnen Mirel in der 200Mio. USD teuren Anlage starten soll. Ein in den letzten Jahren verfeinerter Herstellungsprozess erlaubt dem Unternehmen Mirel in 4 verschiedenen Verarbeitungs- und Qualitätsstufen (P1001, P1002, P2001, P4001) als Granulat herzustellen. Damit kann der neue Biokunststoff bei den in der Industrie gängigen Verarbeitungsprozessen wie Kunststoffspritzgießen, Kunststofftiefziehen und Extrusionsbeschichtung (z.Bsp. für die Veredelung von Spezialpapieren) eingesetzt werden, ohne dabei den Produktionsprozess großartig verändern zu müssen. Nach Angaben des Unternehmens könnte Mirel in über 70 Produktanwendungen, den Petrochemischen und umweltunverträglichen Kunststoff ersetzen.

Mit dem US-Handelskonzern Target konnte Metabolix sich im letzten Jahr bereits einen ersten Majorkunden an Land ziehen. Nach mehrmonatigen Testdurchläufen in 129 ausgewählten Niederlassungen, wird Amerikas zweitgrößte Handelskette die Produktion, für seine bei den Amerikanern beliebten Plastik- Geschenkgutscheinkarten komplett auf den Biokunststoff Mirel umstellen und in allen 1600 Filialen landesweit anbieten. Ein weiterer, großer Coup gelang Metabolix im Mai diesen Jahres, als man mit der Heritage Bag Company ebenfalls ein Lieferabkommen für Mirel abschließen konnte. Heritage Bag gehört mit zu den landesweit größten Herstellern von Kunststoffbeuteln für Abfall, Müll und Nahrungsmittel. Dabei vermarktet das Unternehmen seit knapp 2Jahren auch einen Bilogisch Abbaubaren Abfallbeutel unter der Marke BioTuf sehr erfolgreich. Diese speziellen Abfallbeutel werden mit Hilfe des vom deutschen Chemiekonzerns BASF entwickelten Kunststoffes Ecoflex, der jedoch im Gegensatz zu Mirel, in der Herstellung nicht ganz auf petrochemische Stoffe verzichten kann, produziert und sind nach US-Norm ASTM D6400 biologisch abbaubar. Heritage Bag will nun neben dem Ecoflex Kunststoff auch einen BioTuf Ableger mit dem 100% Biologischen Mirel Kunststoff auf den Markt bringen, da die Nachfrage nach umweltfreundlichen Produkten auch in den USA kontinuierlich anzieht.

Neben Target und der Heritage Bag Company, die man bereits als Abnehmer für sich gewinnen konnte, testen zur Zeit mehr als 50weitere potenzielle Kunden, darunter Revlon, Hewlett-Packard, Labcon und das US-Militär, Mirel auf seine Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten. Damit stehen die Chancen für Metabolix sehr gut, Mirel in Zukunft als umweltbefußte und Klimafreundliche Marke im weltweiten Handel zu etablieren und sich wichtige Marktanteile im noch jungen, aber schnell wachsenden Biokunststoffmarkt zu sichern. Aktuell liegt der Anteil von Biokunststoffen in der weltweiten Kunststoffproduktion noch bei unter 1%. Dies wird sich jedoch nach Ansicht vieler Marktbeobachter in den nächsten Jahren schlagartig ändern. Der Trend zu Umwelt- und Klimafreundlichen Produkten, sowie der hohe Ölpreis könnten dafür sorgen, das dieser Marktanteil in den nächsten 5Jahren auf bis 20% ansteigen könnte. Erste Indizien für diese Prognose ist der massive Ausbau der noch spärlichen Produktionskapazitäten. Neben BASF, die in Ludwigshafen eine neue Anlage für die Produktion von jährlich 60.000Tonnen Ecoflex aufbauen, erweitert auch der US-Chemiegigant DuPunt sein Kapazitäten für seinen Biologisch abbaubaren Kunststoff Sorona, mit dem man im letzten Jahr bereits über 100Mio. USD an Umsatz generierte.
Rutenhirse, in Amerika als Switchgrass bekannt könnte zur neuen Superwaffe im Bereich der Alternativen Energien und umwletfreundlicher Gebrauchsgüter werden.
Während die großen Chemiekonzerne bei ihren Biokunststoffen nach wie vor nicht ganz auf Erdöl verzichten können, arbeitet Metabolix bereits an der 2. Generation seines 100% Biologischen Kunststoffes. Statt des bisher verwendeten Agrar- und Nahrungsrohstoffes Mais, sollen in Zukunft einheimische Süssgräser für die Biokunststoffproduktion verwendet werden. Dabei setzt das Unternehmen auf das in Amerika reichlich vorhandene Switchgrass, das bei uns als Rutenhirse bekannt ist. So ist es Metabolix bereits gelungen, kleine Mengen an Mirel aus dieser sehr robusten und anspruchslosen Graspflanze zu gewinnen. Das große Ziel des Unternehmens ist es, in Zukunft die Biokunststoffproduktion komplett auf Switchgrass umzustellen. Damit könnten in Zukunft auf Nahrungsmittelpflanzen, wie Mais verzichtet werden und gleichzeitig die Produktionskosten um ein vielfaches senken. Zwar befindet sich diese neuartige Herstellungstechnologie noch im Anfangsstadium, dafür ist Metabolix gleichzeitig auf dem besten Weg, die in die Kritik geratene und inzwischen schwer angeschlagene US-Bioethanolindustrie zum neuen Leben zu erwecken. Mit Unterstützung des US-Energie und Landwirtschaftsministeriums arbeitet man jedenfalls an der kommerziellen Bioethanolherstellung aus der Energiepflanze Switchgrass.

Eine vor kurzem vorgestellte Studie der Universität Nebraska belegt das gewaltige Potenzial das im Switchgrass steckt. In einem 5Jährigen Versuchsprogramm, an dem sich insgesamt 10Farmer in verschiedenen Bundesstaaten beteiligten, wurde die mehr als 2,5m hoch wachsenden Gräser auf Flächen von 3-9Hektar angebaut. Dabei wurde innerhalb des Versuchszeitraumes über den Verbrauch von Treibstoff, Dünger, Saatgut und den übrigen Arbeitsaufwand Buch geführt um so ein möglichst exaktes Ergebnis zu erhalten. Das Resultat sprengte dabei die optimistischsten Erwartungen. So stellte sich heraus, das die aus dem Gras gewonnene Energie, um mehr als das 5fache über dem benötigten Energieeinsatz für die Herstellung lag. (zum Vergleich - Bei Bioethanol aus Mais liegt das Verhältnis zwischen Energieeinsatz und Energiegewinn bei 1:1,25). Den durchschnittlichen Bioethanolausstoß innerhalb dieses Projektes bezifferten die Forscher auf über 3600Liter je Hektar Anbaufläche. Damit könnten allein durch den Anbau von Switchgrass auf den über 14,2Mio. Hektar Subventionierten Brachflächen innerhalb der USA, jährlich mehr als 13Milliarden Gallonen Bioethanol hergestellt werden, ohne dabei wichtige Agrarrohstoffe wie Mais oder Raps zu verwenden. Ferner könnten die Produktionskosten um ein deutliches gesenkt werden, da die Kosten für den Rohstoff „Switchgrass" um ein deutliches geringer sind, als bei den bisher verwendeten Verfahren mit Mais. Nicht zuletzt die rasant gestiegene Bioethanolproduktion in den USA hat dazu geführt, das sich der Preis für Mais in den letzten 3Jahren mehr als verdoppelt hat. Für die US-Ethanolindustrie ist diese Entwicklung inzwischen Existenzbedrohend, da sie nicht mehr kostendeckend produzieren können. Neben den viel versprechenden Ansätzen mit Switchgrass, forscht Metabolix zudem an weiteren ölhaltigen, industriellen Pflanzensamen, um aus diesen in Zukunft neben Biokunststoffen auch Biokraftstoffe zu gewinnen. Zusammen mit dem Donald Danforth Plant Science Center, einer der führenden Institutionen für Grundlagenforschungen innerhalb der nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion, arbeiten die Forscher von Metabolix an neuen Technologien und Verfahren um diesen Ziel ein Stück näher zu kommen.

Trotz der hohen Forschungs- und Entwicklungskosten in den letzten Jahren, allein im letzen Geschäftsjahr 2007 stieg der Nettoverlust auf über 27,8Mio. USD (1,27/Aktie), konnte das Unternehmen durch eine Kapitalerhöhung im letzten Jahr, seine verfügbaren finanziellen Mittel auf über 104Mio. USD aufstocken. Mit diesem Kapital ist Metabolix in der Lage, seine ehrgeizigen Forschungs- und Entwicklungsprojekte weiter voran zubringen und seine Technologieführerschaft in der Herstellung von Bioenergie und Biochemischen Produkten weiter auszubauen.

Fazit: Biokunststoffen gehört die Zukunft, und die Voraussetzungen das Metabolix einer der neuen Marktführer in diesen noch jungen, aber rasant wachsenden Segment wird stehen nicht schlecht. Das Potenzial das in der neuen Generation von Biokunststoffen steckt ist gewaltig. Das haben auch die große Chemiekonzerne erkannt und investieren seit geraumer Zeit Millionenbeträge in die Forschung und Entwicklung von Biofreundlichen Kunststoffen. Zudem könnte der Ölpreis der gesamten Biokunststoffindustrie einen zusätzlichen Schub verleihen. Analysten glauben, das bei einem anhaltenden Ölpreis von über 135USD die Produktion von Biokunststoffen in den nächsten 5Jahren auf über 100Mio. Tonnen im Jahr regelrecht explodieren könnte. Zur Zeit befindet sich Metabolix mitten im Wandel vom reinen Forschungs- hin zum Industrieunternehmen, was eine aktuelle Bewertung des Unternehmens so schwierig macht. Mit dem kommerziellen Produktionsstart von Mirel Anfang nächsten Jahres, wird das Unternehmen erste nennenswerte Umsätze erzielen und die Fudamentalen Daten deutlich verändern. Einige Analysten glauben, das die Mirelproduktion sich bereits im 1Jahr positiv auf der Ergebnisseite von Metabolix auswirken wird. Wir halten angesichts des enormen Wachstumspotenzials und der starken Patentmappe mit über 370Patenten und 120Patentanfragen weltweit, die aktuelle Marktkapitalisierung von 230Mio. USD (10,09/Aktie) für eine gute Gelegenheit sich erste Positionen in Metabolix aufzubauen. Neben dem Mirel Produktionsstart Anfang nächsten Jahres, verspricht die angestrebte kommerzielle Bioethanolgewinnung aus Swichgrass für zusätzliches Wachstums- und Erfolgspotenzial. Die Voraussetzungen das Metabolix in den nächsten Jahren zu einem der neuen Börsenstars avanciert, stehen also nicht schlecht.
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