Chart
Kennzahlen
Börse:
NASDAQ
US-Kürzel:
HOKU
WKN:
A0F45R
Aktienanzahl:
55Mio.
Gewinn & Verlust je Aktie
2008:
(0,26)
2009:
(0,15)
2010:
(0,23)
2011:*
(0,16)
*Schätzung
Kursziel: 4USD
Nachrichten
27.05.10 Hoku Corporation meldet für das 4.Quartal 2010 einen Umsatz von 776T USD, sowie einen GAAP-Nettoverlust in Höhe von 2Mio. USD (0,04/Aktie). Damit beendet Hoku Corp. das GJ 2010 mit einem Umsatz von 2,6Mio. USD, sowie einem Nettoverlust von 5,4Mio. USD (0,23/Aktie).Ferner bestätigte das Unternehmen den erfolgreichen Start seiner Polysiliziumproduktion im April. Spätestens im 3.Quartal will man dann mit der kommerziellen Produktion und der Auslieferung an seine Kunden beginnen. Für den Ausbau seiner kompletten Produktionskapazität von 4000Tonnen benötigt das Unternehmen noch ca. 81Mio. USD, die im laufenden Geschäftsjahr 2011 noch aufgebracht werden müssen. Aktuell liegt der Auftragsbestand bei über 1,7Mrd. USD.

27.01.10 Hoku Scientific meldet für das 3.Quartal 09 bei Umsätzen von 259T USD einen Nettoverlust in Höhe von 1,3Mio. USD (0,06/Aktie). Nach der erfolgreichen Finanzierung durch seinen neuen Partner, der chinesischen Tianwei New Energy Holdings soll die Polysiliziumanlage in Pocatello im März 2010 mit der Produktion beginnen. Zudem kündigte Hoku Scientific an, zusammen mit der Tianwei New Energy Holdings sein Solargeschäft massiv auszubauen. So will man zusammen 50Mio. USD in das noch junge Solarbusiness investieren und verstärkt auf dem US-Markt auftreten. Zudem wird sich das Unternehmen in Hoku Corporation umbenennen.

30.09.09 Hoku Scientific hat mit dem Chinesischen Solarwaferhersteller Tianwei New Energy Holdings ein Finanzierungsabkommen unterzeichnet. So wird Tianwei New Energy Holdings mehr als 50Mio. USD in die Finanzierung der von Hoku Scientific im Bau befindlichen Polysiliziumanlage stecken. Im Gegenzug erhält Tianwei New Energy Holdings 33,4Mio. Neue Aktien und wird in Zukunft 60% an Hoku Scientific halten. Durch dieses Abkommen kann nun der Bau der Produktionsanlage in Pocatello abgeschlossen werden.

22.09.09 Hoku Scientific haben einen wichtigen Schritt genommen um ihre Polysilizium Anlage in Pocatello fertig zu stellen. Nach dem wegen finanziellen Engpässen der Bau der Polysilizium-Anlage im 1.Halbjahr 09 gestoppt wurde, hat man nun mit dem beauftragten Bauunternehmen JH Kelly LLC eine Vereinbarung getroffen, das die Anlage mit einer Produktionskapazität von 4000Tonnen Polysilizium nun doch bis Dezember 2010 fertig gestellt wird. JH Kelly LLC wird, dank einer Zahlung von 5Mio. USD bereits im Oktober die Arbeit an der Anlage wieder aufnehmen, so das bereits ab März 2010 mit der Produktion von Polysilizium begonnen werden kann. Zudem hat sich JH Kelly LLC bereit erklärt auf einen Teil seiner Zinsen zu verzichten um damit Hoku Scientific ein Stück entgegen zu kommen.

30.07.09 Hoku Scientific startet in das neuen GJ 2010 mit einem Umsatz von 74T USD sowie einen Nettoverlust in Höhe von 905T USD (0,04/Aktie). Wegen aktueller Finanzierungsschwierigkeiten wird sich die Fertigstellung der Polysiliziumanlage in Pocatello weiter Verzögerung. Zur Zeit verhandelt das Unternehmen mit verschiedenen Investoren über die nötige Abschlussfinanzierung der insgesamt 390Mio. USD teuren Anlage. So steht zum Beispiel auch ein Verkauf der Tochtergesellschaft Hoku Materials als mögliche Option bei einem Scheitern der Finanzierung offen.

11.06.09 Hoku Scientific meldet für das 4.Quartal 09 einen Nettoverlust in Höhe von 904T USD (0,04/Aktie) bei einem Umsatz von 112T USD. Damit schließt das Unternehmen das GJ 09 mit einem Umsatz von 4,5Mio. USD sowie einem Nettoverlust in Höhe von 2,9Mio. USD (0,15/Aktie) ab. Ferner teilte das Management mit, das die Abschlussfinanzierung, ca. 106Mio. USD, für die Fertigstellung der im Bau befindlichen 390Mio. USD teure Polysiliziumanlage noch aussteht und es damit zu einer zeitlichen Verzögerung des Produktionsstarts und den Auslieferungen an die Kunden kommt.

17.09.08 Hoku Scientific hat sein Lieferabkommen mit dem Chinesischen Solarwaferhersteller Tianwei New Energy (Chengdu) Wafer Co., Ltd um 227Mio. USD auf insgesamt 511Mio. USD erweitert. Ferner kündigte Hoku Scientific an, seine Produktionskapazitäten für sein im Bau befindliches Werk von 3500 auf 4000Tonnen Polysilizium pro Jahr auszubauen.

04.09.08 Hoku Scientific hat mit der Solargiga Energy Holdings, einem Chinesischen Hersteller von Solarzellen und Wafern ein 10Jahres Lieferabkommen für Polysilizium im Wert von 455Mio. USD abgeschlossen. Laut Vertrag soll die erste Lieferung zum 1.Quartal 2010 erfolgen. Eine erste Vorauszahlung von 22Mio. USD, sowie weitere Anzahlungen in Höhe von über 40Mio. USD will das Hoku Scientific in die Finanzierung seiner im Bau befindlichen Polysiliziumanlage stecken. Insgesamt hat das Unternehmen inzwischen Aufträge im Wert von über 2Milliarden USD in den Büchern stehen und hat dabei Vorauszahlungen in Höhe von 270Mio. USD erhalten.

30.07.08 Hoku Scientific ziehen weiteren Millionenauftrag an und hat mit der Chinesischen Jiangxi Kinko Energy Company einen 10jährigen Polysilizium Liefervertrag für umgerechnet 298Mio. USD abgeschlossen. Die erste Lieferung an den chinesischen Solarwaferproduzent soll im 2.Halbjahr 2009 erfolgen.

13.05.08 Hoku Scientific meldet für das abgelaufene Geschäftsjahr 2008 bei einem Umsatz von 3,2Mio. USD einen Fehlbetrag in Höhe von 4,3Mio. USD ($0,26/Aktie). Während das Brennstoffzellengeschäft eingestellt wurde, nimmt das Solar- Installationsbusiness mit einem Umsatz von 1,9Mio. USD in den letzten 6Monaten langsam Fahrt auf. Die zur Zeit in Aufbau befindliche Polysilizium Anlage soll Ende des Jahres planungsgemäß in Betrieb gehen, so das im 1.Halbjahr 2009 die ersten Kundenauslieferungen erfolgen werden. In diesem Zusammengang erweiterte das Chinesische Solarunternehmen Solarfun sein Lieferabkommen mit Hoku Scientific um 75Mio. USD auf 384Mio. USD für einen Zeitraum von 10Jahren.

25.02.08 Hoku Scientific hat mit einer Tochtergesellschaft der Suntech Power Holdings (NYSE: STP) Finanzierungsabkommen im Umfang von 25Mio. USD abgeschlossen, der den Verkauf von 2,89Mio. HOKU Aktien beinhaltet. Die Transaktion soll noch bis zum 29.Feburar 08 abgeschlossen werden.

31.01.008 SANYO verlängert sein Polysiliziumabkommen mit der Hoku Scientific Tochtergesellschaft Hoku Materials um 3Jahre. Demnach wird SANYO in einem Zeitraum von 10Jahren nun Polysilizium im Wert von 530Mio. USD bei Hoku Materials kaufen. Die erste Lieferung soll 2010 erfolgen.

22.01.08 Hoku Scientific kann im 3.Quartal 08 seinen Umsatz im Vergleich zum Vorquartal um +18% auf 1,3Mio. USD steigern. Gleichzeitig sank der Nettoverlust auf 538T USD (0,03/Aktie) und lag damit deutlich unter den Analystenprognosen von (0,10)/Aktie. Zur Zeit läuft bei Hoku der Bau seiner ersten Polysiliziumanlage auf Hochtouren. Durch den jüngsten Auftrag des chinesischen Photovoltaikherstellers Solarfun erhöhte Hoku die geplante Anfangskapazität um 1000 auf 3500Tonnen Polysilizium. Die Kosten für die im 1.Halbjahr 2009 in Betrieb gehende Anlage werden auf ca. 400Mio. USD geschätzt, wobei die Finanzierung dank voller Auftragsbücher (1,5Milliarden USD) und einer 185Mio. USD Finanzierungsvereinbarung mit dem Investmenthaus Merrill Lynch bereits gesichert ist. In einem 2.Schritt soll dann die Kapazität auf bis zu 8000Tonnen erhöht werden.

22.01.08 Zusammen mit dem privaten Hawaiianischen Immobilenunternehmen James Campbell Company LLC plant die Hoku Scientific Tochtergesellschaft Hoku Solar den Bau des Kapolei Sustainable Energy Park. Mit einer Gesamtleistung von 1,5MW soll auf der Insel Oahu eines der größten Photovoltaik-Anlagen im US-Bundesstaat Hawaii entstehen und grünen Strom für über 6700Haushalte / Jahr liefern.

26.11.07 Hoku Scientific hat mit dem chinesischen Solarmodulhersteller Solarfun Power ein 8Jahres Lieferankommen für Polysilicon im Wert von 306Mio. USD abgeschlossen. Zur Zeit arbeitet Hoku Scientific mit Hochdruck an seiner ersten Polysilicon-Produktionsanlage in Pocatello / Idaho. Mit der Auslieferung an Solarfun will das Unternehmen im 2.Halbjahr 2009 beginnen. Damit konnte Hoku Scientific in den letzten 12Monaten bereits Lieferaufträge im Wert von über 1,5Mrd. USD abschließen.
 
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2000-2010
   

Das Amerikanische Wirtschaftsmagazin Forbes hat vor kurzem errechnet, das die Marktkapitalisierung der weltweit 28 führenden und an der Börse notierten Unternehmen aus der Solarenergiebranche, in den letzten 9Monaten auf über 118Milliarden USD angestiegen ist, was einer durchschnittlichen Markbewertung von 4,2Milliarden USD je Unternehmen entspricht. Kein Zweifel, die Wallstreet schwebt seit Monaten auf der grünen Welle und Investoren pumpen ihr Kapital verstärkt in s.g. Greentech- Unternehmen und bevorzugen dabei die weltweit boomende Solarbranche, die seit knapp 4Jahren mit traumhaften Wachstumsraten glänzt. Vor allem Japan und Deutschland nehmen in der Installation von Photovoltaikanlagen, dank staatlicher Förderung, die unangefochtene Spitzenposition ein. Nach dem Anfang August 07 im US-Kongress 2 neue Gesetzentwürfe verabschiedet wurden, die zukünftige Investitionen in die Nutzung von Sonnenenergie in Form von Photovoltaik und Solarthermie bis 2016 steuerlich stärker fördern, erwartet der Amerikanische Solarindustrieverband SEIA auch für den einheimischen Markt den endgültigen Durchbruch für die Solarenergie und prophezeit für die nächsten Jahre hohe, 2stellige Wachstumsraten. Aktuell werden in den USA gerade einmal 0,1% des gesamten Strombedarfes durch Solarenergie abgedeckt. Dabei bieten zahlreiche US-Bundesstaaten, dank ihrer Geografischen Lage ideale Vorraussetzungen für einen kostengünstigen und damit Alternativen Einsatz von Photovoltaik-Anlagen.

Eine zentrale Schlüsselrolle bei Photovoltaikanwendungen spielt dabei Polysilicon, eine hoch reine Form (99,99% Reinheit) des Rohstoffes Silizium. Branchenexperten gehen davon aus, das über 88% der heute am Markt angebotenen Solarzellen mit Hilfe von Polysilicon gefertigt werden. Die Einführung neuer, Siliziumfreier Herstellungsverfahren (Dünnschicht, CIGS, etc. ) wird innerhalb der nächsten 5-10Jahren nichts daran ändern, das Silizium weiter die große Schlüsselrolle in der Photovoltaikindustrie spielen wird. Nicht zuletzt, da aus Silizium gefertigte Solarmodule immer noch einen deutlich höheren Wirkungsgrade erzielen, als vergleichbare Siliziumfreie Module. Doch während weltweit Hersteller von Solarmodulen wie Pilze aus dem Boden schießen um am Mega-Boom zu profitieren, wird der Polysiliconmarkt nur von einer Handvoll Unternehmen (REC, Wacker Chemie, Tokuyama, Hemlock und Mitsubishi Materials) kontrolliert, die knapp 90% der weltweiten Polysiliconlieferungen abdecken. Die Folge dieser ungleichen Entwicklung führte in den letzten 3 Jahren nicht nur zu einer zeitweißen Unterversorgung, sondern auch zu einem explosionsartigen Preisanstieg von bis zu 400%, so das Polysilicon in der Branche inzwischen auch als „graues Gold" bezeichnet wird.

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Artikel vom 19.08.07
Hoku Scientific - Aloha, Sunshine
aus Hawaii
Buch-Tipp
Auf der Suche nach dem roten Tycoon.
Chinas kapitalistische Revolution

(Gebundene Ausgabe)
von Oliver August


Intensiv, spannend und authentisch: Oliver August erzählt, wie China wirklich ist. Die abenteuerliche Suche nach Chinas einflussreichstem Tycoon, der sich mit der politischen Führung überwarf und untertauchte. Eine brillant erzählte, spannende Geschichte über Chinas widersprüchlichen Aufbruch ins 21. Jahrhundert. Als der Times-Korrespondent Oliver August 1999 nach Peking kommt, hört er bald von Lai Changxing, der wie kein anderer Chinas kapitalistische Revolution verkörpert: Geboren als Sohn armer und ungebildeter Bauern, wurde er mit Öl-, Auto- und Zigarettengeschäften einer der reichsten Männer des Landes, in
dessen Haus auch hohe Politiker ein und aus gingen. Er war der heimliche Herrscher von Chinas Wirtschaft und hat mehr als jeder andere getan, um das Land dem internationalen Handel zu öffnen. Bis ihn sein Glück verließ, er bei der KP in Ungnade fiel und wegen der Verwicklung in den größten Fall von Schmuggel und Korruption in der Geschichte Chinas untertauchen musste. Auf der Suche nach Lai reist August quer durch China. Er dringt in Regionen vor, in der kaum Ausländer leben, sieht Dinge, von denen man im Westen nichts weiß, trifft Menschen, die ihm das wirkliche China nahe bringen. Ein Land voller Widersprüche: Arbeitslager stehen neben Luxusvillen, das Banner »Nur der Sozialismus kann China retten« hängt an High-Tech-Fabriken, und Menschen mit ungeheurem Freiheitswillen sind gleichzeitig obrigkeitshörig. >>>

Mit dieser zusätzlichen Finanzspritze will Hoku Scientific neben dem Polysilicon-Projekt, mit seiner 2. Tochtergesellschaft Hoku Solar, die einen nationalen Solarinstallations- und Integrationsservice anbieten, ein weiteres, wachstumsstarkes Businessstandbein aufbauen. So bietet der US-Bundesstaat Hawaii mit über über 2700 Sonnenstunden im Jahr die idealen Vorraussetzungen für den Einsatz von Solaranlagen, die eine kostengünstige Alternative zur immer teuerer werdenden herkömmlichen Elektrizität bietet. Und obwohl sich auch Hoku Solar noch in der klassischen StartUp Phase befindet, konnte man auch hier bereits einen ersten lukrativen Auftrag an Land ziehen. Kein geringerer als die Bank von Hawaii beauftragte das Unternehmen mit der Installation eines Solarsystems für die Historische Bankniederlassung auf Kohala, der größten Insel von Hawaii. Neben dieser Anlage, könnten in Zukunft weitere Aufträge für PV-Installationen an den restlichen zahlreichen Bankfilialen auf den Nachbarinseln für Hoku Solar erfolgen und das Business so richtig in Schwung bringen.

Fazit: Hoku Scientific befinden sich mit den beiden neuen, ehrgeizigen Projekten (Hoku Materials & Hoku Solar) wieder in der der klassischen StartUp Phase wie bei der Unternehmensgründung vor 7Jahren. Im Gegensatz zum Brennstoffzellenbusiness, verspricht der Einstieg in den Photovoltaik- und Siliziummarkt bereits mittelfristig enorme Wachstumsperspektiven. Im Vordergrund steht natürlich der Einstieg in die Polysilicon-Produktion, mit der das Unternehmen in Zukunft Umsätze im 3stelligen Millionenbereich generieren möchte. Trotz dieser hervorragenden Perspektiven, sollten interessierte Anleger die bestehenden Risiken nicht unterschätzen. So verfügt Hoku Scientific bislang über keinerlei Erfahrung in der hoch komplexen Polysiliconherstellung und muss bis zum geplanten Produktionsstart noch zahlreiche Hürden überwinden. Neben einer soliden Finanzierung und dem erforderlichen KnowHow für die zukünftige Siliziumproduktion, ist es vor allem der Zeitplan der Hoku Scientific im Nacken sitzt. So können die bisher abgeschlossen Aufträge von Sanyo, Suntech Power und der Solar Fabrik AG bei nicht Einhaltung der Lieferfristen sowie mangelnder Qualität des Siliziums, mit sofortiger Wirklung wieder aufgehoben werden. Sollte es dem Unternehmen jedoch gelingen, seine Polysiliconproduktion termingerecht und in der erforderlichen Qualität zu starten, erwartet Hoku Scientific bei aktuellen Spot-Marktpreisen von bis zu 200USD je Kilo Polysilicon ein lukrativer Markt. Zwar wird sich die weltweite Produktion von Hochreinem Silizium bis 2010 auf über 53.000Tonnen verdreifachen, dennoch erwarten Experten auf Grund des gigantischen Potenzials für Solarenergie nur mit einer leichten Entspannung bei der Polysiliconversorgung. Da die beiden neuen Tochtergesellschaften Hoku Materials und Hoku Solar, noch in der klassischen StartUp Phase befinden und damit keine nennenswerten Umsätze generieren, wird sich dies in den ersten 2-3Jahren negativ auf die Bilanzen von Hoku Scientific auswirken. Zudem geht das Management davon aus, das im Brennstoffzellenbuinsess in naher Zukunft keine großen Umsätze mehr zu erwarten sind, so das für das laufende Geschäftsjahr 2008 bei Umsätzen zwischen 3-6Mio. USD mit einem deutlichen Anstieg des Fehlbetrages zu rechnen ist. Wir empfehlen daher nur spekulativ und langfristig ausgerichteten Anlegern sich bei der aktuellen Marktkapitalisierung von 140Mio. USD erste Positionen in Hoku Scientific aufzubauen. Auf Grundlage der bereits abgeschlossen Verträge und dem Einstieg in den rasant wachsenden Markt für PV-Installationen halten wir Kurse von über 30USD innerhalb der nächsten 4Jahre für durchaus realistisch.

Polysiliconbrocken s.g. Chunks sind das
"Graue Gold" in der weltweiten Photovolatikindustrie. So werden heute 9 von 10 Solarzellen mit Hilfe von Reinssilizium hergestellt und zu Modulen weiterverarbeitet.
Mit der in der der Photovoltaik-Branche noch völlig unbekannten Unternehmen Hoku Scientific (NASDAQ: HOKU), könnte sich in den nächsten 3Jahren ein weiterer, wichtiger Player im weltweiten Polysiliconmarkt einreihen. Das im März 2001 von Dustin M. Shindo (CEO) gegründete Technologieunternehmen mit Sitz in Kapolei / Hawaii ist in der alternativen Energiebranche kein unbekanntes Blatt und hat sich innerhalb kürzester Zeit, zu einem viel beachteten Technologieführer innerhalb der Brennstoffzellentechnologie etabliert. In dem 14.000m2 großen Hauptquartier und Forschungszentrum in Kapolei entwickelt und baut Hoku Scientific neue, leistungsfähigere und gleichzeitig kostengünstigere Membranen und Membran-Elektroden Einheiten (MEA), die das zentrale Funktionselement einer Brennstoffzelle bilden. Neben Technologie- und Forschungsprojekten mit den Japanischen Konzernen Nissan und Sanyo, erhielt man 2005 einen 4,5Mio. USD schweren Entwicklungsauftrag von der US. Navy. Der Vertrag sieht vor, das Hoku Scientific insgesamt 11 stationäre Brennstoffzellen-Kraftwerke für den Marine-Stützpunkt auf Pearl Harbor entwickelt und installiert. Im letzten Jahr würdigte Jesse Pichel, Analyst aus dem Hause Piper Jaffray Hoku Scientific als eines der best positionierten Komponentenhersteller in der weltweiten Brennstoffzellenbranche. Trotz dieser Auszeichnung hat das Unternehmen ein Existenz bedrohendes Problem - Die Kommerzialisierung, der vor wenigen Jahren noch hoch gehandelten Brennstoffzellentechnologie, steht nach wie vor in den Sternen. Immer mehr Experten bezweifeln inzwischen, das sich die Brennstoffzelle, zumindest im Automobilsektor jemals durchsetzen wird. Nicht zuletzt die Einführung alternativer Kraftstoffe wie Bioethanol und Erdgas und der Erfolg neuer Umweltschonender Antriebsformen wie Hybrid, lassen den Ruf nach der Brennstoffzellentechnologie immer leiser werden.

Aus diesem Grund, hat sich das Management von Hoku Scientific im letzten Jahr dazu entschlossen, in neue lukrative Märkte innerhalb der alternativen Energien vorzudringen. Zusammen mit den beiden neu gegründeten Tochtergesellschaften Hoku Solar und Hoku Materials will man innerhalb der nächsten Jahre, eine wichtige Rolle im boomenden US-Photovoltaikmarkt einnehmen. Die zentrale Schlüsselrolle in dem Strategiewechsel spielt dabei Hoku Materials, die mit dem Einstieg in die Polysiliconproduktion ein wahrlich ambitioniertes Projekt vorlegen. Im US-Bundesstaat Idaho, genauer gesagt im kleinen Städtchen Pocatello soll innerhalb der nächsten 2Jahre eine Polysilicon-Fabrik mit einer jährlichen Kapazität von bis zu 3000Tonnen entstehen. Obwohl das Siliziumprojekt zum Anfang des Jahres nur auf dem Papier vorhanden war, hat es Hoku Scientific geschafft, in den letzten Monaten erste, langfristige Lieferabkommen mit Solarzellen- und Modulherstellern abzuschließen. Den Anfang machte dabei der langjährige japanische Partner Sanyo, der im Januar 2007 ein 7jähriges Silizium-Lieferabkommen im Wert von 370Mio. USD bei Hoku Scientific unterschrieben hatte. Im Juni folgte dann die Chinesische Suntech Power Holding, die Hoku über einen Zeitraum von 10Jahren, Polysilicon im Wert von über 678Mio. USD abnehmen wollen. Kurze Zeit später unterzeichnete mit der deutsche Solar-Fabrik AG ein weiterer Big Player im Photovoltaikmarkt ein 185Mio. USD schweren Lieferabkommen über einen Zeitraum von 7Jahren, so das Hoku Scientific bereits Aufträge im Wert von über 1,2Milliarden USD in den Büchern stehen hat.

Bei der Herstellung des Polysilicons will Hoku Materials auf das bewährte „Siemens-Verfahren" setzen, in dem dünne Siliziumstäbe, in einer Gasatmosphäre aus Trichlorsilan und Wasserstoff in einem Reaktor auf 1000 Grad Celsius erhitzt werden. Aus dem Trichlorsilan lagert sich nach und nach Silizium an den Stäben ab, die auf diese Weise zu dickeren Säulen aus Polysilicon (Polysilizium) wachsen (im polykristallinen Silizium gibt es - anders als im Einkristall - keine perfekte kristalline Ordnung, sondern es grenzen viele kleine Kristalle aneinander). Nach diesem Vorgang wird der Reaktor abgeschaltet und der Siliziumstab abgekühlt, um anschließend in kleine Brocken, s.g. Chunks zerbrochen zu werden, die anschließend von der Solar-Industrie für die Zellen und Modulherstellung weiter verarbeitet werden.

Durch die prall gefüllten Auftragsbücher und den ausgehandelten Meilenstein- bzw. Vorauszahlungen von über 211Mio. USD hat Hoku Scientific bereits den größten Teil der bevorstehenden Finanzierungskosten von über 260Mio. USD für die neue Produktionsanlage in Pocatello abgedeckt. Anfang August beauftragte man schließlich die Stone & Webster Inc., ein Tochterunternehmen des US Ingenieur- und Baukonzerns The Shaw Group mit der Projektierung und dem anschließenden Aufbau der Polysiliconanlage mit einer Anfangskapazität von 2000Tonnen. Im 2.Halbjahr 2008 soll dann bereits der erste Silizium-Reaktor für die zukünftige Polysiliconproduktion in Betrieb gehen, so das Hoku Materials Ende Mai 2009 mit der vollständigen Produktion starten kann. Ferner prüft das Unternehmen, die Produktionskapazitäten innerhalb der Anlage um weitere 1000Tonnen auszubauen und verhandelt zur Zeit mit verschiedenen Investoren über eine Finanzierung in Höhe von 150Mio. USD.
Hoku Scientific, mit Sitz auf Hawai ist mit seinen 3Tochtergesellschaften auf dem besten Weg
zu seinen bedeutenden Marktplayer im Bereich Alternativer Energien zu werden.